Migration von Postfächern

26. April 2022

Lang: cs en de es

Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Domänenbesitzer beschließt, die Maildienste zu einem anderen Anbieter zu verlagern oder einfach von einem Server auf einen anderen umzuziehen, der in der Regel einen anderen technischen Hintergrund hat. Aber wie verschiebt man den Inhalt von Postfächern? Idealerweise verwendet man dazu das IMAP-Protokoll und ein Tool, damit nicht jeder Benutzer dies manuell tun muss. In diesem Artikel stelle ich ein Tool vor, das das Kopieren von Mails übernimmt, und zeige Ihnen, wie Sie es sofort einsetzen können.

Optionen

Sie können Dateien zwischen kompatiblen Servern kopieren. Dies setzt allerdings voraus, dass jemand Zugang zu den Servern hat. Dies ist eine mögliche Lösung, wenn Sie z.B. einen Linux-Mailserver haben.
Wenn Sie IMAP für den Zugriff auf E-Mails verwenden, können Sie einfach E-Mails von sich auf den Server hochladen. Damit können Sie z.B. mit einem normalen Mailprogramm Inhalte von einem Mailserver auf einen anderen kopieren. Allerdings ist das eigentlich Handarbeit.
Zur Automatisierung können Sie das Tool ImapSync verwenden. Offizielle Website des imapsync-Projekts.
Dieses Tool kann Ihre Arbeit sehr viel effizienter machen, da Sie alles im Voraus vorbereiten, testen und die ersten Kopien erstellen können. Am Tag der Umstellung auf den neuen Server müssen Sie dann nur noch die Änderungen synchronisieren = die neuen E-Mails kopieren und die gelöschten löschen. Außerdem können Sie all dies auf einem Server ausführen, der ununterbrochen läuft und über ein schnelles Netzwerk verfügt. Sie brauchen keine schnelle Verbindung oder einen ständig eingeschalteten Arbeitscomputer.

Installation

Erstaunlicherweise gibt es kein Installationspaket für meine Lieblings-Server-Distribution Debian. Also ist es eine der Möglichkeiten, imapsync aus dem Quellcode zu installieren. Der Quellcode für imapsync ist auf GitHub verfügbar.
Für meine Desktop-Distribution Mageia gibt es ein Installer-Paket. Der einfachste und universellste Weg, um imapsync zum Laufen zu bringen, ist es, ein Docker-Image auf Basis der Mageia-Distribution zu erstellen und ImapSync und alles, was man sonst noch braucht, darin zu installieren.

Die Definition für ein solches Docker-Image habe ich bereits vorbereitet. Es besteht aus einem Dockerfile und Skripten. Die Quellcodes dazu Dockerimage mit imapsync befinden sich auf github.

Build

Nach dem Herunterladen der Quellen erstellt man mit dem folgenden Befehl ein Docker-Image. Dabei benennt man es imapsync:
docker build ./ -t imapsync

Imapsync-Nutzung

Starten Sie aus einem fertigen Docker-Image einen neuen Container mit dem Befehl:

docker run -v ${PWD}:/root/imapsync -it --rm imapsync /bin/bash
Damit wird die Konsole gestartet und auch die Daten aus dem lokalen Verzeichnis im Container verfügbar gemacht

Beispielkonfigurationsdateien sind ebenfalls Teil des vorbereiteten Docker-Containers: server.example.sh und input.beispiel.csv.
Diese müssen Sie umbenennen in example.sh und example.csv umbenennen und die Mailkonten der Quelle und des Ziels eintragen, einschließlich des Passworts und der Serveradresse. Dann führen Sie einfach das Skript imapsync.sh aus und es synchronisiert die E-Mails vom Quellserver auf den Zielserver gemäß Ihrer Konfiguration.

Videotutorial

Videotutorial zur Verwendung von Docker-Containern mit imapsync:

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