Wie man die Fernwiedergabe über das Netzwerk auf einem DLNA-Fernseher einrichtet
6. Januar 2011Fernseher oder andere heimische Unterhaltungselektronik, die die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten ermöglicht
Wenn Sie schon eine ordentliche Summe für einen teuren Digitalfernseher hingeblättert haben, der super sein soll und für den Sie sogar extra für diesen Ethernet-Anschluss bezahlt haben, dann fragen Sie sich bestimmt: Wie bringe ich die entfernte Wiedergabe über das Netzwerk auf dem Fernseher zum Laufen?
Neben dem Ethernet-Anschluss sollte der Fernseher auch DLNA unterstützen, und dann können Sie nicht nur Filme, sondern auch Musik abspielen und Fotos ansehen. Zwar ist DLNA keine besonders fortschrittliche, geschweige denn bahnbrechende Technologie, aber wohl die einzige Möglichkeit, bei Unterhaltungselektronik Multimedia im Netzwerk zu teilen. Sicherlich wäre es besser, NFS oder eventuell SAMBA (=Windows-Freigabe) zu verwenden, ich persönlich habe mir von DLNA mehr erwartet, aber lieber irgendeine Art von Freigabe als gar keine oder etwas Geschlossenes und damit Unbrauchbares. Mit der Zeit werden sich die Möglichkeiten von DLNA vielleicht verbessern und weitere Vorteile bringen, oder die Fähigkeiten der jeweiligen Implementierung des DLNA-Servers erhöhen den Nutzwert. Ein Vorteil ist auch, dass man DLNA als eine Art Standard bezeichnen kann, so dass DLNA von verschiedenen Herstellern unterstützt wird. Wenn man sich derzeit (Wende der Jahre 2010 und 2011) ein neues Gerät kauft, sollte es in der Regel schon kein Problem mehr sein, verschiedene Videoformate abzuspielen, wie es bisher der Fall war. Auch neue Geräte haben schon eine bessere DLNA-Unterstützung. Es macht also inzwischen wirklich Sinn, für ein Gerät mit Ethernet extra zu bezahlen.
Natürlich klingt das einfach, aber wie setzt man das in die Praxis um?
Grundvoraussetzung ist Folgendes:
- funktionierendes Netzwerk, am besten auch mit DHCP-Konfiguration (natürlich wählen wir das Kabel)
- Linux-Server (eventuell auch Desktop)
- Fernseher, Player oder ein anderes Gerät mit Ethernet und DLNA-Unterstützung
Als Client-Gerät dient ein digitaler LCD-Fernseher Samsung LE32C653.
Auswahl des DLNA-Servers
Serviio ist ein in Java geschriebener DLNA-Server, der auch ffmpeg nutzt. Er soll auch unter Windows funktionieren und bringt dafür alle nötigen Komponenten selbst mit. Unter Linux muss ffmpeg installiert werden. Er verfügt über eine grafische Client-Anwendung zur Konfiguration. Unfreie Lizenz!
ps3mediaserver ist ein DLNA-Server, der für die PlayStation 3 bestimmt ist.
miniDLNA ist ein DLNA-Server, der für GNU/Linux bestimmt ist. Ich habe mich wegen seiner Offenheit für diesen entschieden!
Inbetriebnahme
Das heruntergeladene Archiv mit dem Programm enthält drei Dateien:
etc/minidlna.conf usr/share/locale/de/LC_MESSAGES/minidlna.mo usr/sbin/minidlnaIm Grunde nur eine Binärdatei und eine Konfigurationsdatei; nach dem Hochladen in die entsprechenden Verzeichnisse genügt es, die Konfigurationsdatei durchzugehen, die leicht zu konfigurieren ist, und dann den Server manuell zu starten. Für einen orientierten Linux-Nutzer sollte die Konfiguration problemlos sein. Wichtig ist vor allem, die Pfade zu den Multimedia-Inhalten festzulegen, die im Netzwerk freigegeben werden sollen.
Man muss ein INIT-Skript erstellen
oder das Programm sonst automatisch beim Start starten lassen. Z. B. durch Hinzufügen einer Zeile in die Datei /etc/rc.local:
minidlna
Es ist nicht sinnvoll, den Dienst als root auszuführen; aus Sicherheitssicht ist es besser, einen anderen Benutzer zu verwenden,
der Zugriff auf die Dateien hat, also folgendes auszuführen:
su - user -c /usr/sbin/minidlna
Natürlich müssen die entsprechenden Ports in der Firewall freigegeben werden. Port 1900, Protokoll UDP. Und außerdem bei der Standardeinstellung für miniDLNA Port 8200, Protokoll TCP.
Beim kurzen Testen bin ich auf folgende Probleme gestoßen:
- unser Fernseher zeigt keine Untertitel im SUB-Format an.
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