Innerer luftbetriebener Schaumstofffilter für ein Aquarium
21. Februar 2013
Bei jedem Aquarium muss die Filtration gelöst werden. Das Prinzip der Filtration ist nicht nur physikalisch, also das Auffangen von Partikeln, sondern auch biologisch-chemisch, wobei Bakterien gefährlichere Stoffe in weniger gefährliche umwandeln. Eine gute Filtration ist nicht nur wegen der Fische nötig, sondern auch für ein gutes Wachstum der Aquarienpflanzen.
Filter lassen sich nach mehreren Parametern einteilen: innen/außen, lose eingesetzt oder Kanister, aerob und anaerob. Der Antrieb erfolgt meist durch einen kleinen Motor, der ein Flügelrad antreibt, oder durch einen Luftkompressor. Bei inneren Kanisterfiltern besteht das Problem, dass sie mit der Zeit verstopfen und dadurch ihr Durchfluss sinkt, so dass man sie zum Reinigen komplett herausnehmen und gründlich auswaschen muss, wodurch wiederum die Bakterienbesiedlung zerstört wird. Sie haben ein kleines Volumen an Filtermedium. Auch der schnelle, enge Strahl aus dem Filterauslass ist meist nicht von Vorteil.
Nicht nur ich, sondern auch alteingesessene Aquarianer sind zu dem Schluss gekommen, dass nichts über einen Schaumstofffilter geht, angetrieben von Luft aus einem Kompressor. Für kleinere Aquarien eignen sich Schaumstofffilter, und für größere lässt sich der "blaue Schaumstoff" besorgen. Nach verschiedenen Versuchen bin ich so dazu gekommen, meine eigenen Filter herzustellen, die viel besser sind als die handelsüblichen. Der grundlegende Unterschied zu gekauften Filtern ist der Biegeradius, der nicht klein sein darf. Das heißt, der Bogen am Filterrohr ist allmählich oder gar keiner, wenn das Rohr gerade ist - dann reicht es, den Filter nur ein wenig zu neigen. Der optimale Rohrdurchmesser beträgt 15-20 mm. Das Schläuchlein, das die Luft zuführt, muss bis ganz nach unten in den Filter geführt werden und endet mit einem einfachen Abschnitt.
Innerer, luftbetriebener eingebauter Schaumstofffilter
Ich habe mir ein neues Aquarium mit Maßen von knapp 110x60x60 cm und einem Volumen von über 300 l zugelegt.

Und da ich mit dem luftbetriebenen Schaumstofffilter die besten Erfahrungen gemacht habe,
habe ich natürlich auch für das neue Aquarium einen solchen geplant.
Aber angesichts der Größe habe ich mich entschieden, den Filter in das Aquarium zu integrieren.
So gibt es kein Problem mit der Befestigung und dem eigenständigen Umherwandern eines so großen Filters.
Der Umsetzungsplan sieht also folgendermaßen aus:
An der Ecke des Aquariums eine Trennwand anbringen, die eine Befestigung für den Filterschaumstoff bildet und zusammen mit den Aquarienwänden eine weitere Kammer schafft,
in der sich die Rohrleitung für die Wasserförderung befindet.

Die Trennwand hat eine Lücke, die ich später mit Silikon abgedichtet habe, wobei ich nur eine Öffnung für die Rohrleitung übrig gelassen habe. Die Trennwand muss passgenau je nach Breite des Schaumstoffs ins Aquarium geklebt werden, damit dort keine Lücke bleibt, aber gleichzeitig auch so, dass der Schaumstoff keinen großen Druck auf sie ausübt, der sie herausbrechen könnte. Für eine bessere Platzierung des Schaumstoffs und die Festigkeit der Trennwand ist zwischen der großen Trennwand und der Aquarienwand noch eine kleine Verstärkung angeklebt.

Das Ergebnis ist auf dem folgenden Bild zu sehen:
Der Vorteil eines solchen Filters ist wiederum die problemlose Funktion bei fast keiner Wartung. Einfaches Absaugen der Verschmutzungen, die sich am Filter ansammeln. Der Filter hat im Aquarium einen genau festgelegten Platz, so dass er nirgends stört und sich auch nicht im Aquarium bewegt.
Auf den folgenden Bildern ist bereits der zusammengebaute Filter im gefüllten Aquarium zu sehen:


Die Leistung eines solchen Filters ist beeindruckend, man braucht nur einen leistungsstarken Kompressor,
denn mit der Länge des eingetauchten Rohrs wird ein höherer Luftdruck benötigt.
Detailfoto des Stroms, der durch den Filter fließt:
In Betrieb genommenes Aquarium mit
untergetauchtem Hornkraut
und
Cryptocoryne aponogetifolia:

Das schwächste Glied des luftbetriebenen Filters ist das Ende des Schläuchleins, das die Luft ins Aquarium führt, denn an seinem Rand lagert sich mit der Zeit so etwas wie Kalk ab, oder vielleicht sind es auch Proteine, und das Schläuchlein kann sich mit der Zeit verengen, wodurch sich die Leistung des Filters verschlechtert, oder das Schläuchlein kann sogar verstopfen. Deshalb muss man es auch gelegentlich reinigen. Von Zeit zu Zeit, je nach Besatz des Aquariums, muss auch die Filtermasse ausgewaschen werden, und zwar immer in abgelassenem Aquarienwasser und nicht in sauberem gechlortem Wasser! In einem solchen Aquarium gedeihen dann Fische und Aquarienpflanzen gut.
Die Länge des Schlauchs muss passend zur Stärke des Kompressors gewählt werden, damit er den Luftdruck bis in die nötige Tiefe drücken kann. Manche schwachen Luftpumpen würden es in meinem Fall nämlich gar nicht schaffen. Das Ende des Rohrs mit dem Filterauslass sollte am besten genau an der Grenzschicht der Wasseroberfläche platziert werden.
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