pocitacova mys ryba reprobedny letadlo cip
header

VDSL-Internet und das Modem Comtrend VR-3026e

31. Mai 2011

Lang: cs en de es

Ich dachte schon, dass eine Beschleunigung des Internets über die feste Telefonleitung nicht möglich sei. Wie sich aber zeigte, ist dem nicht so. Ich habe also einen neuen Tarif mit einem neuen Modem Comtrend VR-3026e und einer Bindung für ein weiteres Jahr bestellt.

Wenn man das Modem auspackt, ist man überrascht, was für eine völlig federleichte kleine Schachtel das ist. Das Modem hat zwar ein Design, das gefallen soll, aber zum Glück hat sich der Autor zurückgehalten und ist in keine Extravaganz verfallen, sodass das Modem nicht mit Kitsch stört und glücklicherweise mehr oder weniger die Form eines Quaders hat.
Was auf den ersten Blick überrascht, ist, dass das Modem keine WIFI-Antenne hat; in Wirklichkeit hat das Modem WIFI, aber die Antenne befindet sich im Inneren des Modems.
Es ist traurig, dass jedes Modem von Telefonica O2 jedes Mal eine kleinere WIFI-Antenne hat. Als wir auf einen ADSL-Anschluss umgestiegen sind, bekamen wir ein Zyxel-Modem, dessen Antenne überdurchschnittlich größer war als die, die man zu WIFI-Karten dazugibt, was mich angenehm überrascht hat. Das folgende Modem hatte eine normal große Antenne und jetzt ist die Antenne nur noch ein Stück Leiterplatte, das im Gehäuse des Modems eingebaut ist. Das WIFI beim Zyxel hatte deshalb eine hervorragende Reichweite, beim nächsten Modem war die Signalabdeckung schon im Nebenzimmer schlecht. Das WIFI taugt jetzt also gerade noch für Leute, die zu faul sind, ein UTP-Kabel in den Computer zu stecken, obwohl sie ein Stück neben dem Modem sitzen. Sich mit dem Notebook in der Wohnung zu bewegen, geht zwar noch, aber eine größere Bewegung mit dem Handy oder auch mit dem Touchbook kann ich schon nicht mehr erwarten, dabei hätte ich gerne WIFI auch in anderen Stockwerken und ich würde mir eine Abdeckung auch im Garten wünschen.

Foto der kleinen WIFI-Antenne:
VDSL-Modem Comtrend VR-3026e - WIFI-Antenne

Das Gerät lässt sich nicht nur ziemlich schwer öffnen, sondern auch auf sehr eigenartige Weise. Zuerst muss man zwei Schräubchen in den vorderen Füßen herausdrehen, die Seitenteile "herausbrechen", dann lassen sich die seitlichen Zähnchen, die das Gehäuse zusammenhalten, lösen und anschließend kann man wieder nur den Deckel der Schachtel "herausbrechen". Die Schachtel ist einfach so gemacht, dass ein Öffnen gar nicht vorgesehen ist. Heutzutage wird eben nichts mehr repariert, sondern gleich weggeworfen.

Beim Anblick der WIFI-Antenne und der Leiterplatte kommt einem Bastler sofort der Gedanke, ein anderes Kabel mit einem Stecker für den Anschluss einer ordentlichen WIFI-Antenne anzuschließen. Das Kabel lässt sich sogar seitlich herausführen, ohne dass man ein Loch in das Gehäuse des Modems machen müsste.

Wie auf dem folgenden Foto zu sehen ist, befindet sich auf der Leiterplatte außer den Hauptbauteilen praktisch nichts:
VDSL-Modem Comtrend VR-3026e - Platine von oben
volle Auflösung der Platine des VDSL-Modems Comtrend VR 3026e

Unter dem Kühlkörper befinden sich der Prozessor und zwei Module, ich nehme an, es ist RAM. Detailansicht unter dem Kühlkörper:
VDSL-Modem Comtrend VR-3026e - Prozessor

Auf der anderen Seite der Leiterplatte befindet sich gegenüber dem WIFI-Chip noch ein Chip, ich kann nur raten, dass es ein Pufferspeicher für das WIFI ist.
VDSL-Modem Comtrend VR-3026e - Platine von unten

Das Modem hat gegenüber den älteren Schachteln mehr Einstellungsmöglichkeiten, was den Netzwerkverkehr betrifft. Aber zusammengefasst ist es immer noch dasselbe wie früher. Es ist nicht möglich, alles so einzustellen, wie man es gerne hätte, und alles ist auf einige wenige Punkte beschränkt. Dabei ist das Potenzial der Hardware und vor allem des Systems größer. Die Einstellung ist daher für einen versierten Netzwerker auch unlogisch (das ist wohl durch die Vereinfachung für Laien verursacht). Am einfachsten ist es deshalb, einfach die DMZ zu verwenden und sich lieber um nichts weiter zu kümmern :D.
Das Modem unterstützt sogar IPv6, aber wie gut, das ist die Frage, und Telefonica O2 unterstützt IPv6 bisher (also Mai 2011) nicht. Super wäre es, wenn das Modem einen IP6to4-Tunnel aufbauen könnte und IPv6 hinter dem Modem bereits nativ laufen würde.
Das Modem unterstützt sogar den Zugang über SSH, erwarten kann man allerdings keine ordentliche Kommandozeile, sondern nur ein paar einfache Befehle, die genau dasselbe einstellen, was man auch über die Weboberfläche machen kann, aber nichts weiter.

In der mit dem Modem gelieferten Anleitung wird sogar direkt die GPL-Lizenz erwähnt, sodass es wohl kein Problem sein sollte, den Quellcode des Systems anzufordern und anschließend das Modem zu hacken. Und dann hinein damit und irgendein System aufspielen, das für einen Linuxer angenehm zu benutzen ist.

Ergebnis des Upgrades

Mir wurde eine Geschwindigkeit von 16Mb/s versprochen und in der Realität angeblich eine Verdoppelung der Geschwindigkeit. Es handelt sich um den Download, der Upload wird zwar auch schneller, aber es ist immer noch ein Elend. Also gegenüber meinen jetzigen 6Mb/s sollten es 12Mb/s werden. Das Modem kam zwar mit Hilfe der Post sehr schnell nach Hause. Die Umschaltung auf VDSL hat Telefonica O2 jedoch vergessen. Nach Urgenzen kam es dann letztlich zur Behebung.
Die jetzige Geschwindigkeit beträgt also 16Mb/s für den Download und 1Mb/s für den Upload. Der Download wurde also 2x schneller und der Upload sogar 3x, was auch dem entspricht, was ich von ihnen als reale Zahl bekommen habe.
VDSL sollte angeblich auch symmetrischen Betrieb beherrschen, dann könnte der Upload zu Lasten des Downloads erhöht werden, was mich sehr interessieren würde, aber das ermöglicht Telefonica O2 wohl nicht.
Aber auch so bin ich, abgesehen vom WIFI, mit dem Upgrade zufrieden.

Update September 2011 - langfristige Erfahrungen und Ärgernisse

Nach längerer Nutzung bin ich letztlich weder mit dem Upgrade noch mit dem Modem und dem gebotenen Dienst zufrieden.
Weil das ADSL-Modem verschiedene Einschränkungen hat, wie ohnehin die meisten dieser Schachteln, habe ich darauf die meisten Dienste abgeschaltet, die es bietet (DHCP, DNS, ...), und sie auf meinem eigenen Server, den ich sowieso im Netzwerk habe, in Betrieb genommen und eingerichtet. Das hat nur den Nachteil, dass das Netzwerk jetzt vom Server abhängig ist. Diese Modems sind eben nur schwarze Schachteln, die versuchen, den Benutzer irgendwie mit dem Internet zu verbinden, aber keine hochwertigen Dienste bieten. Und hier kommt mir wieder IPv6 in den Sinn.
Ich habe auch das WIFI abgeschaltet, weil mit diesem Modem mein mobiles Gerät nicht funktioniert hat. Als WIFI habe ich ein altes ADSL-Modem verwendet, an das ich eine ausrangierte Profi-Antenne angeschlossen habe. Im Ergebnis habe ich zu Hause so wohl sogar eine bessere Abdeckung.

Nach den ersten problemlosen Monaten kamen jedoch Probleme mit der Funktionsfähigkeit des Internets. Zuerst hat Sauerstoff irgendwo etwas so geschickt umgestellt, dass wir mehrere Tage komplett ohne Internet waren. Nach vielen Urgenzen und einer kurzzeitigen Reparatur ging das Internet dann zwar wieder, aber seitdem zickt die Verbindung. Das Internet zeigt sehr häufige Ausfälle in der Größenordnung von sogar Minuten. Nach wiederholten Kontrollen einschließlich einer Kontrolle der Leitung durch einen Techniker wurde mir gesagt, dass nur noch die Möglichkeit bleibt, dass das Problem im Modem liegt, und damit endete die Lösung von Sauerstoff. Als ich das dann weiterverfolgt habe, haben sie mich mit der Reklamation des Modems in die falsche Filiale geschickt. Dann habe ich lieber selbst mit einer anderen Filiale korrespondiert, ob sie Reklamationen machen und Ersatzmodems verleihen, aber dort haben sie sowieso keines. Zudem ist es lustig, dass, obwohl es die Filialen von Sauerstoff überall gibt, Reklamationen und das Verleihen eines Modems nur ausnahmsweise von den Filialen erledigt werden, und so bin ich sogar völlig unnötig bis in eine andere Region gefahren.
Also weiß ich bisher nicht einmal, ob das Problem im Modem liegt oder ob es woanders ist, aber es kommt mir nicht sehr wahrscheinlich vor. Ich habe auch die Umschaltung der Leitung auf ADSL2 vorgeschlagen und dass ich das alte Modem verwenden würde, aber da haben sie mich ausgelacht. Also bleibt mir vorerst wohl nichts anderes übrig, als es auszuhalten und vielleicht auch langsam einen anderen und hoffentlich besseren Anbieter zu suchen.

Auswertung der Ärgernisse

Dadurch, dass ein Bekannter sich auch VDSL angeschafft hat, konnte ich zu Hause ein anderes Modem ausprobieren. Also ist es mir trotz des Desinteresses von Telefonica O2 gelungen, Tests durchzuführen und mehr herauszufinden. Leider hat sich gezeigt, dass ich mich nicht geirrt habe und das Problem auch mit einem anderen Modem fortbesteht und irgendwo bei Telefonica liegt. Aus Kummer habe ich mir sogar ein Kontrollskript geschrieben. Aus dem Ergebnis war zu sehen, dass das Modem nicht einfriert, sondern die Verbindung weiterhin unterbrochen wird, und zwar konkret im Netz von Telefonica. Das Fazit ist also, dass sich meine Annahme bestätigt hat, dass der Fehler nicht "an meinem Empfänger" liegt.
Der Internetdienst, den Telefonica O2 unter Verwendung der VDSL-Technologie anbietet, ist in ihrer Ausführung problematisch, was eigentlich nichts Neues ist und worüber man im Internet munter nachlesen kann :-D :-( . Für die meisten Leute, die nur ins Web schauen, macht es im Grunde nichts aus, aber für fortgeschrittenere Benutzer, die das Internet voll ausnutzen, ist es ein Problem! (es muss wohl auch für Spieler ein Problem sein)
Inzwischen habe ich mir einen anderen Internetanbieter ausgesucht, und zwar einen mit IPv6, was eine Motivation zum Wechsel ist. Aber eine Änderung bedeutet auch einen Eingriff in meine Netzwerkinfrastruktur und eine Investition, wozu man keine Lust hat.
In den letzten zwei Wochen zickt das Internet weniger. Ob Telefonica wohl festgestellt hat, dass sie das VDSL falsch ausgerollt hat, und es jetzt in Ordnung bringt? Vielleicht wird es also wieder OK und ich lasse es dabei......

Artikel zu einem ähnlichen Thema

Lenovo Thinkpad P14s Akkulaufzeit und UEFI/BIOS-Flashing
Industriecomputer IPO ODYSSEE 18WT
Welche Maus soll ich für meinen Computer wählen?
Samsung S24H850 Bildschirm
TUXEDO Pulse 15 - Gen2
So verbinden Sie einen Computer mit einem Mobiltelefon mit Android
Datensicherung
Embedded World 2016
Banana Pi R1 Gehäuse
Computer mit MSI B85-G43 Hauptplatine und Intel Xeon E3 1226 Prozessor
Einplatinen-ARM-Rechner Banana PI R1
Wie man eine SSD und TRIM verwendet
TouchBook in der Praxis verwenden
Compal FL90 und GNU/Linux
ThinkPad 600 mit GNU/Linux
Austausch des Kühlkörpers auf dem Chipsatz
Computergehäuse Thermaltake Matrix VD2000BNS
Demontierte Computerdiskette
Digitalkamera HP photosmart 735

Newsletter

Wenn Sie daran interessiert sind, gelegentlich Neuigkeiten per E-Mail zu erhalten.
Sie können sich registrieren, indem Sie Ihre E-Mail-Adresse eingeben News-Abonnement.


+