Aquarienbeleuchtung
19. Dezember 2008
Die Beleuchtung ist eine der Grundlagen erfolgreicher Aquaristik. Ohne sie kommen auch Aquarien ohne Pflanzen nicht aus, geschweige denn solche mit Pflanzen. Ohne geeignete Beleuchtung lassen sich Aquarienpflanzen nicht züchten. Beleuchtung lässt sich auf viele Arten sicherstellen, in unseren Breiten ist jedoch künstliche Beleuchtung die einzige Möglichkeit. Man muss eine ausreichende Leistung der Beleuchtung wählen. Behelfsbeleuchtung hat sie meist nicht, aber man muss es mit der Leistung auch nicht übertreiben, wenn man sich nicht mit Pflanzenaquarien beschäftigt. Leuchten muss man mindestens 10 (8) Stunden am Tag. In der Sommerzeit, besonders bei Aquarien am Fenster, ist es dann sinnvoll, die Lichtdosis zu verringern.
Die von mir beschriebene Beleuchtung ist in keiner Weise vom Aquarium abhängig, sie ist auch nicht mit der Abdeckscheibe verbunden und sie ist leicht.
Material:
- Aluminium- oder verzinktes Blech
- Kunststoff für die Seitenteile, mindestens 5 mm stark
- Leuchtstoffröhre(n)
- Drossel(n)
- Starter
- Schalter
- Stecker
- Kabel und Drähte
- Schrauben und Muttern, z. B. M3
- ein paar Kleinigkeiten
- selbstverständlich Werkzeug
Die Größe der Beleuchtung muss man nach der Größe der Leuchtstoffröhren wählen, und sie sollte etwas kleiner sein als das Aquarium, damit sie nicht herunterfällt.
Nach dem endgültigen Entwurf der Abmessungen der Beleuchtung fertigen wir zuerst die Seitenteile aus Kunststoff. Die vordere und hintere Abschrägung ist nicht nur ästhetisch, sondern ermöglicht vor allem eine bessere Handhabung der Beleuchtung in beengten Räumen.
Das Aluminium-/verzinkte Blech wirft das Licht ins Aquarium zurück, ist zugleich leicht, und seine Formgebung gibt der Abdeckung ihre Festigkeit. Wir schneiden ein Rechteck aus Blech mit ausreichendem Überstand an den Vorderseiten (der wird nach innen gebogen) und an den Seiten (der wird gebogen und an den Seitenteilen befestigt). Auf das Blech zeichnen wir die Biegestellen. Das Blech muss man mit Hilfe von Holzstäben biegen, sonst erreichen wir nicht die gewünschte Formqualität, falls uns das Biegen überhaupt an der richtigen Stelle gelingt. Die Seitenkanten muss man einschneiden und im rechten Winkel umbiegen, dann werden sie an den Seitenteilen befestigt. Die vordere und hintere Biegung versteift die Beleuchtung und verdeckt zugleich die scharfe Kante. Die Biegung, die hinten unten an der Beleuchtung liegt, gibt ihr eine bessere Stabilität auf dem Aquarium (man könnte das Ende noch nach unten biegen, dann würde das ein Abrutschen der Beleuchtung vom Aquarium verhindern).
Nach dem Biegen des Blechs (es muss die endgültige Form nicht perfekt halten) legen wir von außen die Seitenteile an und bohren nach und nach Löcher und schrauben beide Teile zusammen. Jede gebogene Fläche befestigen wir auf der jeweiligen Seite mit zwei Schrauben, damit stellen wir eine feste, dauerhafte Verbindung her. Die Drosseln verteilen wir gleichmäßig auf der Rückseite, dadurch macht uns das Anheben der Beleuchtung an der Vorderseite keine Probleme.
Im vorderen Teil bringen wir die Leuchtstoffröhren an, die mit Kabelbindern an selbstklebenden Haltern befestigt sind (man könnte auch Löcher in die Abdeckung bohren und die Kabelbinder durch sie ziehen). Die Starter setze ich zwischen die Röhren und die Drosseln. An den Seiten und in den Ecken der Beleuchtung führen wir die Kabel.
An die Seite eines Seitenteils setzen wir den Schalter, am besten in eine Dose, die zumindest spritzwassergeschützt ist. Durch mehrere Schalter haben wir die Möglichkeit, die Lichtstärke zu regulieren. Gerne verwende ich Schalter mit Glimmlampe. Das Erdungskabel schließen wir ebenfalls an, damit die Beleuchtung zumindest teilweise Sicherheitsstandards erfüllt. Wir löten es an eine Öse, die wir unter eine Schraube legen, und so ist der Schutzleiter mit der Metallabdeckung verbunden.
Auf die Kunststoff-Seitenteile kann man von innen eine lichtreflektierende Folie kleben, nötig ist das aber nicht.
Zum Schluss empfehle ich, die Beleuchtung außen mit abwaschbarer Tapete zu bekleben.
Unter einer solchen Beleuchtung züchte ich erfolgreich rote Kryptocoryne und Cryptocoryne aponogetifolia, Javafarn, Anubias barteri und Javamoos.
PS: Bei freistehenden Aquarien befestige ich am Seitenteil der Beleuchtung eine Verlängerung mit Schalter, deren Schalter die Beleuchtung steuert.
Als einfache Beleuchtung verwende ich dann
einen umgedrehten Kunststoffblumentopf, der im Boden ein Loch hat und darin eine Lampenfassung; den Anschluss an den Strom stellt ein gewöhnliches Zuleitungskabel mit Schalter her.
Die Herstellung ist schnell und ziemlich günstig, die Beleuchtung ist auch platzsparend, aber damit sie auch stromsparend ist, müsste man eine „Energiesparlampe“ verwenden,
richtig gesagt eine Kompaktleuchtstofflampe.
Solche Beleuchtung verwende ich bei zwei 30-Liter-Aquarien, eine 25-W-Lampe reicht.
Natürlich lohnt es sich, eine Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren zu bauen,
weil sie günstiger sind als „Energiesparlampen“, sparsamer als Glühlampen und sich damit das Aquarium gleichmäßiger ausleuchten lässt.
Leuchtstoffröhren sind gegenüber „Energiesparlampen“ auch deshalb vorteilhafter, weil sie bei gegebener Leistung günstiger sind und vor allem länger halten.
PS: Kauft keine Energiesparlampen, kauft Leuchtstoffröhren, die sind noch sparsamer!
Unter dieser Beleuchtung wächst bei mir zum Beispiel erfolgreich rote Kryptocoryne, Cryptocoryne crispatula und Javamoos, die ich gerne günstig abgebe.
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